Semina Projekt - Endphase

11.03.20

Vor knapp eineinhalb Jahren (Oktober 2018) wurde im ORF Burgenland Beitrag „Helfen mit Herz“ über das Semina Projekt von Michael Keinrath und Simona Brockmeier berichtet.

Semina ist ein mehrfach ausgezeichnetes soziales Klimaschutzprojekt mit dem Ziel Menschen, die in absoluter Armut leben mit sauberer Energie zu versorgen. Laut WHO sterben jährlich 3,8 Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung, die durch das Kochen über offenen Feuerstellen entsteht. Um dieses globale Problem zu lösen und eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen, hat das Team um Semina hocheffiziente Öfen konstruiert, die bis zu 60% weniger Brennstoffe brauchen, die schädlichen Emissionen um 90% reduzieren und allen Benutzer*innen ein zusätzliches Einkommen ermöglichen. Die Öfen werden in mobilen Container Werkstätten, vor Ort in Ost-Afrika gebaut, schaffen neue lokale Arbeitsplätze und helfen den Betroffenen aus der Armutsfalle.

„Diesen Beitrag haben wir zum Anlass genommen, um mit den Studenten Kontakt aufzunehmen und unsere Unterstützung anzubieten. Mit der Idee, dass Kursteilnehmer*innen des BUZ die Möglichkeit haben im Zuge ihrer Ausbildung an einem Projekt mitzuarbeiten, in dem es darum geht anderen Menschen zu helfen. So wollten wir die Motivation in der Ausbildung von Langzeitarbeitslosen und schwer vermittelbaren Jugendlichen steigern.“, so BUZ Geschäftsführer Christian Vlasich.

„Das Ziel: Der Bau einer Container-Werkstatt (Prototyp), in dem mit einfachen manuellen Werkzeugen der Energiesparofen von Ort in Uganda produziert werden kann.“, erklärt Michael Keinrath.

„Mitgeholfen haben unsere Lehrlinge aus dem BAG einer Maßnahme, die vom Land Burgenland und mit Mitteln des ESF finanziert wird, in Zusammenarbeit mit dem AMS. Darüber hinaus waren Teilnehmer*innen der Facharbeiterintensivausbildung für metalltechnische Berufe beteiligt. Das Projekt passte perfekt in den Ausbildungsplan, weil es die Grundlagen der Metalltechnik praktisch zeigt.“, berichtet GF Vlasich begeistert.

Und die Begeisterung der Teilnehmer*innen war enorm. “Alles hat angefangen mit dem Bau einfacher Ofen Prototypen und endet in wenigen Wochen mit der Fertigstellung der Containerwerkstatt. Während der gesamten Zeit hat mich ein großartiges Team aus Trainer*innen und Kursteilnehmer*innen begleitet. Besonders beeindruckend war für mich die Hilfsbereitschaft der Kursteilnehmer*innen, die obwohl sie es selbst nicht so leicht haben, mit vollem Einsatz hinter dem Projekt stehen.“ berichtet Herr Keinrath über den Projektverlauf. Im April wird der Prototyp nach Uganda verschifft, um mit der Social Innovation Academy vor Ort die Ausbildung von Fachkräften für die Ofenproduktion zu ermöglichen.

Die Projektumsetzung war nur mit Zustimmung des AMS und des Vorstandes des Burgenländisches Schulungszentrums möglich, daher möchten wir uns recht herzlich für die Befürwortung bedanken. Jutta Mohl, Leiterin der regionalen Geschäftsstelle Oberpullendorf, hat sich persönlich vor Ort im BUZ informiert.